Die sieben Zustände
des Menschen auf dem Weg zum HERRN
Der Mensch ist ein Aufnahmegefäß. Mit seinem Geist nimmt er Gedanken und mit seinem Körper Nahrung auf. Der Mensch wächst heran, sein Verstand entwickelt sich, er sammelt Kenntnisse, durchdenkt diese zu gegebener Zeit und gelangt zu Erkenntnissen. Sein freier Wille muss sich entscheiden nach welchen Regeln er leben will.
Die Grundlage des Christentums bildet die Bibel. Sie besitzt einen natürlichen Buchstabensinn, einen geistigen - und einen himmlischen Sinn.
Die "Erste-Ankunft" und die „Zweite-Ankunft“ des HERRN beim Menschen fand ich in dem religiösen Werk von Emanuel Swedenborg für mich nachvollziehbar beschrieben und der darin offenbarte, geistige Sinn der Bibel hat mir auf meinem Weg zum HERRN entscheidend geholfen.
Die sieben Schöpfungstage entsprechen den geistigen Zuständen eines jeden Menschen und zeigen den Weg auf, den jeder Suchende gehen kann.
Die Literatur Quellen und Abkürzungen befinden sich im Literaturverzeichnis.
Oh suchend Herz mach dich auf den Weg.
Der erste Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE 1. KAPITEL
1. Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
2. Und die Erde war eine Leere und Öde und Finsternis auf den Angesichten des Abgrunds. Und der Geist Gottes schwebend über die Angesichte der Wasser.
3. Und Gott sprach, es sei Licht, und es ward Licht.
4. Und Gott sah das Licht, daß es gut; und Gott schied zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis.
5. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte Er Nacht. Und es war Abend, und es war Morgen, der erste Tag.
Geistiger Sinn
"HG 7. Der erste Zustand ist der, welcher vorausgeht, sowohl von der Kindheit an, als zunächst vor der Wiedergeburt und wird genannt Leere, Öde und Finsternis. Und die erste Bewegung, welche ist die Barmherzigkeit des Herrn, ist der Geist Gottes, schwebend (motitans se) über den Angesichten der Wasser."
Siehe auch:
HG 16-23
Der zweite Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE
1. KAPITEL
6. Und Gott sprach, es sei eine Ausbreitung inmitten der Wasser, und sei ein Scheidendes zwischen den Wassern für die Wasser.
7. Und Gott machte die Ausbreitung und schied zwischen den Wassern, die unter der Ausbreitung und zwischen den Wassern, die über der Ausbreitung, und es ward so.
8. Und Gott nannte die Ausbreitung Himmel. Und es war Abend, und es war Morgen, der zweite Tag."
Geistiger Sinn
"HG 8. Der zweite Zustand ist, wenn unterschieden wird zwischen dem, was des Herrn ist und dem, was des Menschen Eigenes ist. Was des Herrn ist, wird im Worte genannt Überreste, und hier sind es vornehmlich Kenntnisse des Glaubens, die er von Kindheit an erlernt hat. Diese werden verborgen gehalten und liegen nicht offen zu Tage, bevor er in diesen Zustand kommt. Dieser Zustand findet heutzutage selten statt ohne Versuchung, Unglück, Betrübnis, die machen, daß das, was des Leibes und der Welt ist, somit das, was Eigenes ist, ruht und gleichsam stirbt. So wird, was dem äußeren Menschen angehört, getrennt von dem, was dem inneren angehört; im inneren sind die Überreste, die vom Herrn bis zu dieser Zeit und zu diesem Gebrauch verborgen gehalten werden."
Siehe auch:
HG 24-26
Der dritte Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE 1. KAPITEL
9. Und Gott sprach, es sammeln sich die Wasser unter dem Himmel an einem Ort, und es erscheine das Trockene, und es ward so.
10. Und Gott nannte das Trockene Erde; und die Sammlung der Wasser nannte Er Meere; und Gott sah, daß es gut.
11. Und Gott sprach, es lasse die Erde hervorsprossen zartes Kraut; Kraut, das Samen besamt; den Fruchtbaum, der Frucht bringt, nach seiner Art, in der sein Same auf der Erde; und es ward so.
12. Und die Erde brachte hervor zartes Kraut; Kraut, das Samen besamt nach seiner Art; und den Baum, der Frucht bringt, in der sein Same, nach seiner Art; und Gott sah, daß es gut (war).
13. Und es war Abend, und es war Morgen, der dritte Tag."
Geistiger Sinn
"HG 9. Der dritte Zustand ist der der Buße. In diesem spricht er aus dem inneren Menschen fromm und demütig und bringt Gutes hervor, wie die Werke der Liebtätigkeit, die jedoch noch unbeseelt sind, weil er meint, (er tue sie) aus sich, und sie werden genannt zartes Kraut, dann Samenkraut, hernach Fruchtbaum."
Siehe auch:
HG 27-29
Der vierte Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE 1. KAPITEL.
14. Und Gott sprach, es seien Lichter an der Ausbreitung der Himmel, zu scheiden zwischen dem Tag und zwischen der Nacht, und sie sollen sein zu Zeichen und zu bestimmten Zeiten und zu Tagen und Jahren.
15. Und sie sollen sein zu Lichtern an der Ausbreitung der Himmel, Licht zu geben auf der Erde, und es ward so.
16. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zu herrschen des Tags, und das kleine Licht zu herrschen des Nachts, und die Sterne.
17. Und Gott setzte sie an die Ausbreitung der Himmel, Licht zu geben auf der Erde.
18. Und zu herrschen bei Tag und bei Nacht und zu scheiden zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis; und Gott sah, daß es gut.
19. Und es war Abend, und es war Morgen, der vierte Tag."
Geistiger Sinn
"HG 10. Der vierte Zustand ist, wenn er angeregt wird von der Liebe und erleuchtet vom Glauben. Zuvor sprach er zwar Frommes und brachte Gutes hervor, aber aus dem Zustand der Versuchung und Beängstigung, nicht aus Glauben und Liebtätigkeit. Darum werden jene im inneren Menschen nun angezündet und heißen die zwei Lichter."
Siehe auch:
HG 30-39
Der fünfte Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE 1. KAPITEL.
20. Und Gott sprach, es lassen die Wasser hervorwimmeln das Kriechtier, eine lebende Seele; und der Vogel fliege über der Erde, über den Angesichten der Ausbreitung der Himmel.
21. Und Gott schuf die großen Seeungeheuer (Seetiere); und jede lebende kriechende Seele, welche die Wasser hervorwimmeln ließen, nach ihren Arten; und jeden Vogel des Fittichs nach seiner Art; und Gott sah, daß es gut.
22. Und Gott segnete sie, sprechend, befruchtet und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren; und der Vogel soll sich mehren auf Erden.
23. Und es war Abend, und es war Morgen, der fünfte Tag."
Geistiger Sinn
"HG 11. Der fünfte Zustand ist, daß er aus dem Glauben spricht, und sich aus ihm im Wahren und Guten bestärkt. Was er alsdann hervorbringt, ist beseelt und wird genannt Fische des Meeres und Vögel der Himmel."
Siehe auch
HG 40-43
Der sechste Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 6. DES ERSTEN BUCHES MOSE 1. KAPITEL.
24. Und Gott sprach, es bringe die Erde hervor die lebende Seele nach ihrer Art, das Tier und was sich regt und sein Wild der Erde, nach seiner Art, und es ward so.
25. Und Gott machte das Wild der Erde nach seiner Art, und das Tier nach seiner Art, und alles Kriechende des Bodens nach seiner Art; und Gott sah, daß es gut.
26. Und Gott sprach, lasset uns machen einen Menschen in unser Bild, nach unserer Ähnlichkeit; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über den Vogel der Himmel und über das Tier und über die ganze Erde und über alles Kriechende, das kriecht auf der Erde.
27. Und Gott schuf den Menschen in Sein Bild; in das Bild Gottes schuf Er ihn; Mann und Weib schuf Er sie.
28. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde und machet sie untertan,
und herrschet über die Fische des Meeres und über den Vogel der Himmel und über alles Lebendige, das kriecht auf der Erde.
29. Und Gott sprach: siehe, Ich gebe euch alles Samen besamende Kraut, das auf den Angesichten der ganzen Erde, und allen Baum, an dem Frucht; der Baum, der Samen besamt, soll euch zur Speise sein.
30. Und allem Wild der Erde und allem Vogel der Himmel und allem Kriechenden auf der Erde, in dem eine lebende Seele, alles Grüne des Krauts zur Speise, und es ward so.
31. Und Gott sah alles, was Er gemacht, und siehe, (es war) sehr gut. Und es war Abend, und es war Morgen, der sechste Tag."
Geistiger Sinn
"HG 12. Der sechste Zustand ist, wenn er aus dem Glauben und infolgedessen aus der Liebe Wahres spricht und Gutes tut. Was er jetzt hervorbringt, wird genannt lebende Seele und Tier. Und weil er jetzt anfängt, wie aus dem Glauben, so auch zugleich aus der Liebe zu handeln, wird er ein geistiger Mensch, der Bild genannt wird. Sein geistiges Leben findet Vergnügen und Nahrung in dem, was zu den Kenntnissen des Glaubens, und in dem, was zu den Werken der Liebtätigkeit gehört. Diese heißen seine Speise, und sein natürliches Leben findet Vergnügen und Nahrung in dem, was dem Leib und den Sinnen angehört. Hieraus entsteht ein Kampf, bis daß die Liebe herrscht und er ein himmlischer Mensch wird."
Sieh auch:
HG 44-60
Der siebente Zustand des Menschen
Buchstabensinn
"HG 73. DES ERSTEN BUCHES MOSE 2. KAPITEL
1. Und es wurden vollendet die Himmel und die Erde und all ihr Heer.
2. Und Gott vollendete am siebenten Tage Sein Werk, das Er gemacht, und ruhte am siebenten Tage von all Seinem Werk, das Er gemacht.
3. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil Er an ihm ruhte von all Seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht."
Geistiger Sinn
"HG 74. Der himmlische Mensch ist der siebte Tag, an dem der Herr ruht: Mose 2. Vers 2, 3."
"HG 13. Die wiedergeboren werden, kommen nicht alle zu diesem Stand, sondern einige; und zwar der größte Teil heutzutage bloß zum ersten. Einige nur zum anderen, einige zum dritten, vierten, fünften, selten zum sechsten, und kaum jemand zum siebenten."